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Playseat kaufen – Infos, Vergleich & Empfehlungen

Für ein möglichst realistisches Racing-Gefühl beim Spielen sorgt ein Playseat. Ein Rennsitz ist eine Anschaffung für viele Jahre, deshalb sollte der Kauf gut überlegt sein – egal ob du gelegentlich spielst oder ein Profi-Zocker bist. Einen schnellen Einstieg geben die Vorstellungen der drei bekanntesten Modelle: Playseat Challenge, Playseat Evolution und Playseat F1 Red Bull.

Auf diesen Seiten findest du Informationen, Produkt-Vorstellungen und Vergleiche, um den richtigen Rennsitz für dich zu finden. Außerdem gibt es eine ausführliche Anleitung, mit der du deinen eigenen Playseat selber bauen kannst, und die Vor- und Nachteile gegenüber einem gekauften Rennsitz.

Top 3 Playseats im Vergleich

Ausstattung laut Herstellerangaben. Preise und Lieferbarkeit ändern sich häufig – den aktuellen Stand siehst du bei Amazon.

Merkmal Playseat Evolution Playseat Challenge Playseat F1 Red Bull derzeit nicht erhältlich
Einordnung Top Preis-Leistung – unsere Empfehlung Gut und günstig für Sparfüchse High-End für Profis
Gewicht (ca.) 19 kg 9 kg 33 kg
Zusammenklappbar Ja Ja Nein
Sitz weitenverstellbar Ja Ja Ja
Lenkrad höhenverstellbar Ja Nein Ja
Halterung für Schaltknüppel Ja (optional) Nein Ja (optional)
Vorstellung Evolution im Überblick Challenge im Überblick F1 Red Bull im Überblick
Amazon Bei Amazon kaufen* Bei Amazon kaufen* Alternative mit Formel-Sitzposition:
Formula Intelligence bei Amazon*

Den Playseat F1 Red Bull gibt es derzeit nicht mehr zu kaufen. Für die Formel-Sitzposition bietet Playseat heute den Playseat Formula Intelligence* an, der sich laut Hersteller an die Sitzpositionen von F1, IndyCar und weiteren Formelwagen anpassen lässt. Neben den drei Klassikern gibt es inzwischen weitere Modelle, etwa den Playseat Evolution PRO* als überarbeitete Variante des Evolution sowie mehrere Varianten des Challenge.

1. Worauf solltest du beim Playseat-Kauf achten?

Überlege dir zuerst, ob du den Playseat nur für Rennspiele nutzen willst oder auch in andere Spielewelten eintauchen möchtest. Die hier vorgestellten Sitze sind vor allem als Rennsitz für Autorennspiele gedacht. Natürlich kannst du darin auch ganz normal zocken – bei Bedarf montierst du einfach das Lenkrad ab. In diesem Ratgeber geht es um Rennsitze für Konsole und PC mit Lenkrad und Pedalen. Die Vorstellungen der einzelnen Modelle helfen dir, den passenden Sitz zu finden.

1.1 Der richtige Gaming-Sitz

Sitze gibt es in unterschiedlichen Varianten und Ausstattungen. Meist ist es ein typischer Rennsitz, wie man ihn aus Rennwagen kennt, mit oder ohne Kopfstütze. Die Kopfstütze dient dabei weniger der Sicherheit als dem Komfort: Bei langen Rennen kannst du den Kopf anlehnen, etwa während der Ladezeiten. Das erhöht den Sitzkomfort deutlich und entlastet Wirbelsäule und Rücken.

Manche Rennsitze lassen sich in Sitzhöhe und Neigung verstellen, so wie du es aus deinem Auto kennst. Besonders kleine oder besonders große Fahrer sollten unbedingt darauf achten. Praktisch ist auch eine Relax-Mechanik: Damit neigst du den Sitz in der Pause so weit nach hinten, dass du fast liegst.

1.2 Das passende Racing-Gerüst für Lenkrad, Pedale und Schaltung

Das Gerüst ist ebenso wichtig wie der Sitz. Es sollte sich in alle Richtungen verstellen lassen. Vor allem den Abstand vom Sitz zu den Pedalen musst du individuell einstellen können. Meist sitzen dafür direkt vor dem Sitz zwei Schrauben mit Sterngriff, mit denen du das Gerüst länger oder kürzer machst (Weitenverstellung).

Auch das Lenkrad muss höhenverstellbar sein, damit du die für dich passende Höhe einstellen kannst. Eine zusätzliche Weitenverstellung des Lenkrads ist praktisch, wenn du besonders lange oder kurze Arme hast – achte dann auch auf diese dritte Verstellmöglichkeit. Bei einigen Modellen lässt sich außerdem die Neigung der Pedalablage einstellen; das ist angenehm, aber nicht zwingend nötig.

Achte darauf, dass die Verstellung über Schrauben mit Sterngriff funktioniert. Dann musst du nicht jedes Mal den Werkzeugkoffer aus dem Keller holen, wenn deine Freunde auch mal fahren wollen. Wer nur ein verstellbares Gerüst für Lenkrad und Pedale sucht, findet Lenkradständer wie den Wheel Stand Pro Deluxe V2*.

2. Aus welchen Komponenten besteht ein Playseat?

Selbst gebauter Rennsitz mit Stahlgerüst, Lenkrad, Schaltknüppel und Pedalen
Sitz, Gerüst, Lenkrad, Schaltung und Pedale am selbst gebauten Playseat

Ein Playseat besteht zunächst aus dem Sitz, in dem du während des Rennens Platz nimmst. Daran ist ein Gerüst geschraubt oder geschweißt, meist aus Stahl, damit es den Belastungen beim Spielen standhält. Darauf werden Lenkrad und Pedale geschraubt. Die meisten Lenkräder haben ein Force Feedback, das spürbare Gegenkräfte erzeugt. Ein schwaches Gerüst hält diesen Kräften auf Dauer nicht stand.

Einige Playseats haben zusätzlich eine Halterung für die Gangschaltung (Gear Shift Holder). Sie ist meist optional und nicht für alle Modelle erhältlich. Die Anleitung zum Selberbauen beschreibt die Variante mit Gangschaltung.

In High-End-Varianten sind sogar Lautsprecher direkt im Sitz eingebaut, meist hinten, für ein möglichst echtes Renngefühl. Wer noch eine Schippe drauflegen möchte, findet auch Rennsitze mit einer Halterung für Fernseher oder Monitor, die direkt in das Gerüst eingebaut ist.

Sitz, Lenkrad und bei Bedarf die Pedale werden meist getrennt verkauft. Worauf du beim Lenkrad achten solltest, liest du unter Punkt 5.

3. Racing Games mit oder ohne Playseat?

Ein Rennspiel wie die Formel-1-Reihe oder Gran Turismo macht erst richtig Spaß, wenn echtes Racing-Gefühl aufkommt. Dazu tragen das Lenkrad-System und der Rennsitz gemeinsam bei. Ein Lenkrad mit Pedalen allein verstärkt das Gefühl zwar schon, aber es macht nicht annähernd so viel Spaß, wenn das Lenkrad am wackeligen Schreibtisch befestigt ist, die Pedale auf dem Boden liegen und der Bürostuhl in jeder Kurve mitrollt. Mit dem Spielen auf der Couch mit einem normalen Controller ist das Racing-Gefühl in einem Playseat nicht zu vergleichen.

4. Ist der Playseat bei Lieferung einsatzfertig oder musst du ihn zusammenbauen?

Die meisten Playseats kommen in Einzelteilen in einem platzsparenden Paket, das bei größeren Modellen zwischen 20 und 30 kg wiegt. Die Teile werden nach und nach verschraubt; die beiliegende Anleitung gibt die Reihenfolge vor, damit der Zusammenbau reibungslos klappt. Etwas handwerkliches Geschick und ein wenig Werkzeug brauchst du also. Meist reicht ein Inbusschlüssel (Innensechskant), das ist aber von Modell zu Modell unterschiedlich. Die verstellbaren Teile werden mit Sterngriff-Schrauben befestigt, damit du sie ohne Werkzeug verstellen kannst.

Lenkrad und Pedale kaufst du ohnehin separat, deshalb sind auch sie nicht montiert. Die Befestigungsschrauben liegen entweder dem Lenkrad bei, oder du besorgst sie im Baumarkt. Kläre das vor der Bestellung, sonst ist der Fahrspaß vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat.

5. Welches ist das passende Racing-Lenkrad?

Um die Kompatibilität zwischen Lenkrad und Rennsitz musst du dir meist keine Sorgen machen: Die gängigen Lenkräder und Pedalsets passen auf die meisten Playseats. In die Halterungen sind Löcher gebohrt, an denen du Lenkrad und Pedale festschraubst. Wichtiger ist, dass das Lenkrad zu deiner Konsole oder deinem PC passt.

Ein verbreitetes Beispiel ist das Logitech G29 Driving Force*, ein Lenkrad mit Pedalset, das laut Hersteller mit PlayStation 5, PlayStation 4, PC und Mac funktioniert. Für besonders kräftige Lenkräder mit Direktantrieb (Direct Drive) geben die Hersteller bei neueren Playseats eine Unterstützung an, teils über einen zusätzlichen Adapter.

6. Playseat kaufen oder selber bauen?

Einen Rennsitz selbst zu bauen ist gar nicht so schwer. In der Bauanleitung steht genau, wie du deinen eigenen Playseat baust, welche Materialien du verwendest und welches Zubehör und Werkzeug du brauchst. Handwerkliches Geschick solltest du mitbringen, sonst wird es eine wackelige Angelegenheit.

Günstiger als ein fertiger Playseat wird der Selbstbau nicht unbedingt. Im Vordergrund stehen der Spaß und das Motto „Ich habe es selbst gemacht“. Rechnet man die Zeit für Planung, Einkauf und Bau mit ein, kostet ein selbst gebauter Sitz umgerechnet drei- bis viermal so viel wie ein fertiger Rennsitz.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das Ergebnis:

Selbst gebauter Playseat mit Lenkrad vor dem Fernseher, auf dem ein Rennspiel läuft
Der selbst gebaute Playseat aus der Bauanleitung im Einsatz

Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung: Playseat selber bauen